Allergiediagnostik und -therapie

Wir beschäftigen uns hauptsächlich mit der Untersuchung und Behandlung von Allergien im Bereich der oberen Atemwege (bes. der Nase) und testen dabei vor allem folgende Substanzen mittels Hauttestung oder über eine sogenannte "nasale Provokation" (Einbringen der allergieauslösenden Stoffe direkt auf die Nasenschleimhäute):

  • Gräser und Getreidepollen
  • Baumpollen (insb. Birke, Erle und Haselnuss)
  • Pollen von Sommerkräutern
  • Hausstaub- und Vorrats-Milben
  • Tierhaare
  • Schimmelpilzsporen

Nahrungsmittelallergien werden bei uns nicht untersucht.
Reaktionen auf bestimmte Nahrungsmittel sind oft sogenannte Kreuzreaktionen: in den Nahrungsmitteln sind gleichartige Eiweißstoffe, wie in den Pollen und lösen daher die allergischen Reaktionen aus.

Gegebenfalls wird die Diagnose auch über eine Blutuntersuchung (RAST) gesichert.

Neben der rein beschwerdebezogenen Therapie führen wir in unserer Praxis selbstverständlich in der Hauptsache Hyposensibilisierungsbehandlungen in Form von Tropfen oder Tabletten (SLIT) oder Spritzen (SCIT) durch.

 

Sublinguale Immuntherapie (SLIT)

Diese Behandlung erfolgt durch eine tägliche Anwendung von einer unter die Zunge zu gebenden Flüssigkeit, die dort für 2 Minuten verbleiben und dann herunter geschluckt werden soll. Danach darf dann für 5 Minuten nichts gegessen oder getrunken werden.
Die erste Einnahme sollte in der Praxis erfolgen, alle weiteren können zuhause durchgeführt werden.

Alternativ hierzu besteht (allerdings zurzeit nur bei Gräserpollenallergie) die Möglichkeit, die Allergiesubstanz in Form einer sich sehr schnell unter der Zunge auflösenden Tablette anzuwenden.

In der Regel wird eine Hyposensibilisierungstherapie über einen Zeitraum von drei Jahren durchgeführt.

 

Subkutane Immuntherapie (SCIT)

Bei dieser Behandlung wird die allergieauslösende Substanz zunächst in aufsteigender Dosierung in wöchentlichem Abstand (Dauer der Steigerungsphase je nach Präparat 5 bis 16 Wochen) etwa eine Handbreit oberhalb des Ellenbogens unter die Haut gespritzt.
Nach Erreichen der (individuell durchaus unterschiedlichen) verträglichen Höchstdosis wird dann das Anwendungs-Intervall auf vier Wochen bzw. einen Monat verlängert.
Anschließend an die Injektion muss der Patient für 30 Minuten in der Praxis verbleiben, um bei möglichen allergischen Reaktionen sofort gezielt und qualifiziert eingreifen zu können.

Auch hier sollte die Therapie über drei Jahre erfolgen.

Nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand hat die Subkutantherapie die größten Erfolgsaussichten.

 

Pollenflugvorhersage

Deutscher Wetterdienst: http://www.dwd.de/pollenflug

Video zur Diagnostik und Therapie bei Allergien

Dr. Reuter ist Mitglied im:

Ärzteverzeichnis der Stiftung Gesundheit

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